Tief verbunden mit dem Chorleiter

Gerhard Ulrich Noé erhält die goldene Ehrennadel

Von Josef Staudinger - Erschienen in der Heilbronner Stimme am 16.03.2018

Vom Galakonzert des Liederkranzes Leingarten (LKL) war auch Musikdirektor Marcel Dreiling aus Rottweil tief beeindruckt. „Ich habe heute ein wunderbares Konzert erleben dürfen", sagte der Beauftragte des Deutschen Chorverbandes nach der Veranstaltung im Saal des Restaurants Uwe Straubs Löwen. Er habe feststellen können, wie intensiv die Singgemeinschaft mit ihrem Chorleiter Gerhard Ulrich Noé verwachsen sei. Beim Liederkranz, so Dreiling, werde nicht nur auf hohem Niveau musiziert. Er sei auch eine Familie. Noé habe die Musik den Sängern, aber auch dem Publikum vermittelt. Dreiling: „Sie waren ein guter Lehrmeister."

50 Jahre Für seine 50-jährige Dirigententätigkeit steckte Marcel Dreiling Gerhard Ulrich Noé mit der goldenen Ehrennadel, die höchste Chorleiterauszeichnung die der Deutsche Chorverband zu vergeben hat, ans Revers. „In einem Zeitraum von 50 Jahren sind beim Liederkranz Leingarten ungeahnt viele Ereignisse passiert", betonte Schriftführer Bernhard Bertram in seiner Laudatio. Diese seien, so unglaublich es auch klingen mag, alle von einem Mann ins Leben gerufen worden: nämlich von Gerhard Ulrich Noé. Mit den Worten „Es war einmal..." , leitete Bertram seinen Rückblick auf Noés außergewöhnliche Erfolgsgeschichte beim Liederkranz Leingarten ein, die am 30. Januar 1968 beim damaligen Liederkranz Schluchtern seinen Anfang nahm. Keiner der Verantwortlichen hatte selbst in den kühnsten Träumen nicht erwartet, dass ein gerade 24 Jahre alter Musikstudent den steilen Aufstieg des LKL in die Wege leiten würde.

Musikdirektor Marcel Dreiling (rechts) heftet Gerhard Ulrich Noé die goldene Ehrennadel des deutschen Chorverbands ans Revers. Foto: Josef Staudinger 

Zustimmung Bereits nach einjähriger Dirigententätigkeit stellte der gebürtige Heilbronner, der seit 1973 in Ingersheim bei Bietigheim-Bissingen wohnt, den Antrag auf Gründung eines gemischten Chores, der auch auf Zustimmung stieß. Der erste Auftritt erfolgte dann beim Sommernachtsfest 1969. Was der neue Mann in der Zeit zwischen der ersten Singstunde mit dem damaligen Männerchor und der Umbenennung in Liederkranz Leingarten im Januar initiiert, bewegt und geformt hatte, war schon imponierend. Neben der Arbeit mit dem gemischten Chor galt Noés besonderes Interesse der Jugendarbeit. Dank seiner richtungsweisenden Wege entwickelte sich der LKL zu den tragenden Säulen des Zabergäu-Sängerbundes. Das Gesangs-Repertoire umfasst fast alle Bereiche der Chormusik: von der Volksmusik über Jazz, Pop, Musicals und Filmmusik bis hin zu Opern, Messen und Kantaten. 26 Großkonzerte mit bekannten Solisten und Orchestern wurden unter Noés Regie aufgeführt. Dazu kommen 20 Rosenbälle und sieben Musical-Darbietungen durch den Kinder- und Jugendchor. „Ich traue mich nicht, die Hoffnung auszusprechen, Gerhard möge uns noch 20 Jahre erhalten bleiben", gestand Bertram. Er wäre dann nur vier Jahr älter als Gotthilf Fischer, der vor kurzem seinen 90. Geburtstag feierte. Noch ein paar schöne Jahre, meinte Bertram, wären jedenfalls wunderbar: „Herzlichen Dank schon heute, lieber Gerhard."

Der Geehrte gemeinsam mit Musikdirektor Dreiling und den Vorständen des Liederkranzes Jochen Rummel und Jens Ewald.
 

HINWEIS: Die Vor- und Nachberichte zum Doppelkonzert vom 10. und 11. März 2018 finden sich im Menü DOPPELKONZERT.

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